Spielanleitung

NAMBARZ®: Das Rechen – und Strategiespiel

Ayham Alata

I. VERTEILUNG DER KARTEN

Das Spiel besteht aus 92 Karten (Abbildung 1):

A. 40 Zahlenkarten ; B. 40 Bildkarten ; C. 3 Zahlentausch-Joker ; D. 3 Bildtausch-Joker ; E. 3 Zahlentausch und Bildtausch-Joker F. 3 Joker Nochmal spielen

Abbildung 1

II. ZIEL UND SPIELABLAUF

Nachdem die Karten gut gemischt wurden, werden jedem Spieler 7 Karten ausgeteilt. Der Rest der Karten wird als Kartenstoß verwendet. Zu Beginn dreht der Geber, der die Karten ausgeteilt hat, die erste Karte des Kartenstoßes um (es muss eine Zahlen – oder Bildkarte sein) und der Spieler auf der linken Seite beginnt. Ziel ist es sämtliche Karten vor den anderen Spielern abzulegen.

Für den Fall, dass der Spieler die zu spielende(n) Karte(n) oder den passenden Joker nicht hat, muss er eine Karte vom Kartenstoß ziehen. Wenn diese Karte abgelegt werden kann, kann er sie direkt ablegen oder mit anderen Karten kombinieren, sonst muss er sie in seinem Spiel behalten. In diesem Fall sagt er „Ich passe“ und der nächste Spieler ist an der Reihe. Wenn der Kartenstoß während der Runde ausläuft, wird der Kartenstoß umgedreht und wird dann zum neuen Kartenstoß.

III. SPIELMETHODEN

Zwei Spielmethoden sind möglich: durch Übereinstimmung oder durch Berechnung.

1. Übereinstimmung

Die anfänglich vom Kartenstoß agbelegte Karte kann entweder durch eine Karte mit der gleichen Zahl oder durch eine Karte mit dem gleichen Bild abgedeckt werden.

So kann beispielsweise die Bildkarte „3-Bienen“ mit einer der folgenden Karten abgedeckt werden (Abbildung 2):

  • Durch eine identische Karte: die „3-Bienen“-Karte.
  • Durch eine der Karten mit der gleichen Nummer: die Zahlenkarte „3“ oder die Bildkarte „3-Nilpferde“.
  • Oder durch eine Karte mit dem gleichen Bild, aber mit einer anderen Zahl: die Karte  „8-Bienen“.
Abbildung 2

Hingegen kann die Zahlenkarte „3“ nur mit einer der folgenden 3 Karten abgedeckt werden (Abbildung 3):

  • Durch eine identische Karte: die Zahlenkarte „3“
  • Durch eine der Karten mit der gleichen Zahl: die Bildkarte „3-Nilpferde“ oder die Bildkarte „3-Bienen“.
Abbildung 3

Die Bildkarten  haben mehr Möglichkeiten abgedeckt zu werden, als die Zahlenkarten.

2. Berechnung

Es ist auch möglich, eine Berechnung durchzuführen, indem man mehrere Karten kombiniert, deren Ergebnis der auf dem Spieltisch liegenden Karte entspricht. In diesem Fall werden alle für die Berechnung verwendeten Karten nacheinander in der Reihenfolge der Berechnung abgelegt.

Es können mehrere Berechnungen mit Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division durchgeführt werden, unabhängig von der Reihenfolge dieser Operationen und der Anzahl der verwendeten Karten.

Es ist durchaus zulässig, sogar vorteilhafter, eine Berechnung zu spielen, selbst wenn Sie eine für Übereinstimmung passende Karte haben (vorausgesetzt, Sie spielen sie nicht in der Berechnung aus, wie wir weiter unten sehen werden).

Das Berechnungsprinzip ist einfach:

  • Die Reihenfolge der Berechnungen wird vom Spieler bestimmt. Folglich wird das Ergebnis der Berechnung (+, -, x oder /) der ersten und der zweiten Karte mit der dritten Karte angezeigt (wenn 3 Karten abgelegt werden). Das Ergebnis  der letzten Berechnung wird mit der vierten Karte angezeigt (wenn 4 Karten abgelegt werden) und so weiter.
  • Die für die Berechnung verwendeten Karten müssen der gleichen Art sein: entweder Zahlenkarten oder Bildkarten, unabhängig davon, welche Art von Karte abgedeckt werden muss, und die auch der Berechnung entsprechen muss.

Zum Beispiel: Die Karte „3-Bienen“ oder die Zahlenkarte „3“ können durch mehrere Kombinationen abgedeckt werden:

A. Kombination mit Zahlenkarten (Abbildung 4): die Zahlenkarten „1“ und „2“ gemäß der Berechnung: 1+2, oder die Zahlenkarten „10“, „4“ und „2“ gemäß der Berechnung: (10-4)/2 (in letzterem Beispiel wird die Zahlenkarte „10“ zuerst abgelegt, dann die Zahlenkarte „4“ und dann die Zahlenkarte „2“). Der nächste Spieler muss danach also die Zahlenkarte „2“ abdecken.

B. Kombination durch Bildkarten (Abbildung 5): die Karten „7-Fische“ und „4-Hühner“ gemäß der Berechnung: 7-4 oder die Karten „10-Bären“, „1- Libelle“, “ 1-Schildkröte “  und „9-Enten“ gemäß der Berechnung: 10+1+1-9.

Abbildung 4
Abbildung 5

Der Spieler muss jedoch sicherstellen, dass das Berechnungsergebnis mit so wenig Karten wie möglich erzielt wird.

Um z.B. die Bildkarte „3-Bienen“ oder die Zahlenkarte „3“ abzudecken, ist es nicht erlaubt, die Zahlenkarten “ 6 „, “ 5 „, “ 2 “ und “ 10 “ gemäß der Berechnung: 6+5+2-10=3 abzulegen, da es möglich ist, mit den Karten 6 und 2 gemäß der Berechnung: 6/2=3 das gleiche Ergebnis zu erzielen (Abbildung 6). Der Spieler muss daher die Karten 6 und 2 ablegen und die Karten 5 und 10 wieder zurücknehmen.

Abbildung 6

Zudem ist es nicht möglich, dass eine überstimmende Karte in die Berechnung eingebettet wird, da letztere allein abgelegt werden muss.

Beispiel : um die Bildkarte „3-Bienen“ abzudecken, ist es nicht möglich, die Zahlenkarten „9“ und „3“ gemäß der 9/3-Berechnung abzulegen, da die Zahlenkarte „3“ eine überstimmende Karte (Zahl) ist. Es ist auch nicht möglich, die Bildkarten „8-Bienen“ und „5-Katzen“ gemäß der Berechnung 8-5 abzulegen, da die Karte „8-Biene“ eine überstimmende Karte (Bild) ist. In beiden oberen Beispielen muss der Spieler die überstimmende Karte allein ablegen und die anderen Karten zurücknehmen (Abbildung 7).

Abbildung 7

IV. WIE MAN JOKER SPIELT

  • Der Zahlentausch-Joker (Abbildung 1-C) kann nur eine Zahlenkarte abdecken. Er darf nicht eine Bildkarte abdecken. Wenn dieser Joker eingestezt wird, darf der Spieler eine weitere Karte seiner Wahl ablegen, vorausgesetzt, dass es sich um eine Zahlenkarte handelt (Abbildung 8).
  • Der Bildtausch-Joker (Abbildung 1-D) kann nur eine Bildkarte abdecken. Er darf nicht eine Zahlenkarte abdecken. Wenn dieser Joker eingestezt wird, darf der Spieler eine weitere Karte seiner Wahl ablegen, vorausgesetzt, dass es sich um eine Bildkarte handelt (Abbildung 8).
  • Der Zahlentausch und Bildtausch-Joker (Abbildung 1-E) kann jede beliebige Karte (Zahl oder Bild) abdecken. Der Spieler hat dann das Recht, eine weitere Karte seiner Wahl (Zahlenkarte oder Bildkarte) abzulegen (Abbildung 8).
Abbildung 8

Es ist durchaus möglich, einen dieser 3 Joker zu spielen, ohne eine weitere Karte spielen zu müssen (z.B. wenn Sie den Joker als letzte Karte spielen oder Ihrem Partner erlauben, eine Karte seiner Wahl abzulegen). In diesem Fall legt der nächste Spieler ein Karte seiner Wahl ab, je nach Joker.

Die Mindestkartenregel gilt auch für diese 3 Joker. Es ist daher nicht erlaubt, nach einem dieser 3 Joker eine passende Karte auszuspielen, da letztere alleine gespielt werden muss. Es ist auch nicht erlaubt, zwei Joker in einer Reihe (dieser 3 Typen) zu spielen.

  • Nachdemd der Spieler seine Karten abgelegt hat,  kann der Spieler den Joker „Nochmal spielen“ (Abbildung 1-F) ablegen, wenn er meint, dass er eine oder mehrere Karte ablegen kann. Mit diesem Joker kann der Spieler also erneut spielen, indem er entweder eine neue „übereinstimmende“ Karte oder neue Berechnung mit mehreren Karten ablegt, wobei das Ergebnis der Berechnung der letzten vor dem Joker abgelegten Karte entsprechen muss. Dieser Joker kann auch dann gespielt werden, wenn der Spieler nicht die richtigen Karten zum erneuten Spielen hat (oder wenn er nur diese Joker-Karte hat). In diesem Fall zieht er eine Karte und legt sie allein oder nach Möglichkeit mit anderen ab, sonst behält er sie. Es ist auch möglich, diesen Joker abzulegen, ohne ein erstes Mal gespielt zu haben (wenn der Spieler nicht die richtigen Karten hat), was ihm ermöglicht, eine Karte vom Kartenstoß zu nehmen und zu hoffen, dass es eine richtige sein wird.

Dieser Joker ist sehr wichtig, da er dem Spieler ermöglicht, mehrere Karten auf einmal abzulegen (6, oder sogar mehr, wenn Sie einen „Meisterschlag“ oder „Supermeisterschlag“ erzielen). Um beispielsweise die Zahl 1 abzudecken, ist es möglich, die Karten: „9-Hühner“, „6-Libellen“ und „3-Nilpferde“ gemäß der Berechnung (9-6)/3 abzulegen, dann den diesen Joker, dann die Karten, die der letzten abgelegten Karte entsprechen, d.h. hier die Karte „3-Nilpferde“. Um letztere Karte abzudecken, ist es möglich, die Zahlenkarten „10“, „6“ und „1“ gemäß der Berechnung: 10-6-1 zu spielen (Abbildung 9).

Abbildung 9

V. STRAFPUNKTE

In folgenden Fällen bekommt der Spieler Strafpunkte und muss 3 Karten ziehen:

  1. Wenn er eine  Berechnung nicht  mit so wenig Karten wie möglich berechnet (wie wir es bereits gesehen haben).
  2. Wenn er eine überstimmende Karte in einer Berechnung verwendet (wie wir es bereits gesehen haben).
  3. Bei Verwendung verschiedener Arten von Karten in der Berechnung  (Zahlenkarten gemeinsam mit Bildkarten).  Er muss in diesem Fall die Karten wieder zurücknehmen und der nächste Spieler ist an der Reihe.
  4. Wenn das Ergebnis der Berechnung nicht mit der erwarteten Zahl übereinstimmt (ein Berechnungsfehler). Wenn der Spieler die gelegten Karten (ohne sie zu ersetzen) neu kombinieren kann, um eine korrekte Berechnung zu erzielen, darf er sie ablegen, andernfalls muss er sie wieder zurücknehmen und der nächste Spieler ist an der Reihe.
  5. Falls der falsche Joker gespielt wird.

Sobald eine Karte die Hand des Spielers verlässt, gilt sie als endgültig abgelegt. Der Spieler kann sie nicht mehr ersetzen.

VI. OPTIONEN UND SPIELDAUER

Die Spieler können folgende Spieldauer auswählen:

  • schnelles Spiel mit einer einzigen Runde,
  • klassisches Spiel mit 3 Runden,
  • oder längeres Spiel mit  5 Runden.

Mit 4 Spielern dauert die Spielrunde etwa 15 bis 30 Minuten

VII. ANZAHL UND ALTER DER SPIELER

Dieses Spiel kann von 2 bis 12 Spielern gespielt werden, einzeln oder in Teams. Für Kinder ist das Mindestalter 8 Jahre, d.h. das Alter, in dem das Kind alle einfachen Rechenoperationen beherrscht (+, -, x, ÷).

Es ist durchaus möglich, mit jüngeren Kindern zu spielen. In diesem Fall sollten Sie sich auf die mathematischen Operationen beschränken, die das Kind beherrscht. Beschränken Sie das Spiel zum Beispiel zunächst auf Addition und Subtraktion, und erweitern Sie es danach auf Multiplikation und Division.

VIII. ENDE DER SPIELRUNDE

Eine Runde endet, wenn eine bestimmte Anzahl von Spielern alle ihre Karten abgelegt haben, je nach der Anzahl der Spieler:

  • Von 2 bis 5 Spielern: wenn X-1 Spieler ihre Karten abgelegt haben (z.B. für 5 Spieler, wenn 4 alle ihre Karten abgelegt haben).
  • Von 6 bis 12 Spielern: wenn 5 Spieler ihre Karten abgelegt haben.

Der Spieler mit den meisten Punkten beginnt in der nächsten Runde als Erster zu spielen.

IX. IM TEAM SPIELEN

Es ist möglich, allein zu spielen, und in diesem Fall erreicht jeder Spieler seine eigene Position in der Rangliste. Es ist auch möglich, in Teams (2, 3 oder mehr Spieler) zu spielen. In diesem Fall hat jeder Spieler seine eigenen 7 Karten und spielt der Reihe nach.Die einzige Voraussetzung ist, dass die Mitglieder einer selben Mannschaft direkt nacheinander spielen, danach geht die Runde an die nächste Mannschaft.Auf diese Weise können Mitglieder derselben Mannschaft die vorteilhafste Karte oder Kartenkombination für ihren Partner neben ihm ausspielen, der danach seinerseits spielt.Die Mitglieder eines Teams beraten sich gegenseitig, um zu entscheiden, welche Karten jedes Mitglied spielen sollte. Das gemeinsame Ziel des Teams ist es, einen guten Platz auf der Rangliste und damit ein ein Höchstmaß an Punkten zu erreichen, unabhängig davon, wer zuerst alle seine Karten ablegt.Am Ende der Runde werden die von jedem Teammitglied erzielten Punkte zusammengezählt.

Wenn nur noch Mitglieder eines Teams in der Runde sind, endet das Spiel und das Team erhält Punkte gemäß ihrer letzten Positionen auf der Rangliste.

X. ERGEBNISBERECHNUNG

Am Ende jeder Runde erhält jeder Spieler eine gewisse Zahl an Punkten, die seinem Platz auf der Rangliste entspricht: der erste gewinnt 40 Punkte, der zweite 32 Punkte, der dritte 25 Punkte, der vierte 19 Punkte und der fünfte 14 Punkte. Die Punkte, die er dank des „Meisterschlags „oder „Supermeisterschlags“ erreicht hat, werden jeweils zu der Punktzahl des entsprechenden Spielers zugefügt.

Wenn die Anzahl der Spieler zwischen 2 und 5 liegt, erhalten alle Spieler die ihrem Platz auf der Rangliste entsprechende Punktezahl (auch der letzte, der seine Karten nicht alle abgelegt hat). Jedoch wenn die Anzahl der Spieler zwischen 6 und 12 liegt, werden Punkte nur an die ersten 5 Spieler vergeben, die alle ihre Karten abgelgt haben (wie wir weiter oben schon gesehen haben, endet die Runde, wenn 5 Spieler alle ihre Karten abgelegt haben).

DER MEISTERSCHLAG: Der Spieler erhält 7 zusätzliche Punkte, wenn er 4 Karten gleichzeitig in einer Berechnung verwendet (z.B.: 10+1+1-9=3, siehe (Abbildung 5). Wenn er 5 Karten verwendet (z.B.: 8+8-1-1-9=5), macht er einen „Supermeisterschlag“ und gewinnt 14 Punkte. Ab 5 Karten werden für jede weitere Karte, die in der Berechnung verwendet wird,  7 Punkte addiert (z. B. 6 Karten: 21 Punkte). Achtung: Die Berechnungsregeln müssen eingehalten werden.

Am Ende des Spiels werden die Gesamtpunkte jedes Spielers berechnet. Im Falle von Teamspielen werden die von den einzelnen Teammitgliedern erzielten Punkte zusammengezählt. Der Spieler oder die Mannschaft mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Wenn am Ende des Spiels zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl erreichen, spielen sie eine zusätzliche Runde, um den Gewinner für den betroffenen Platz auf der Rangliste zu ermitteln. Dies gilt auch für Teams.

Um den Spielstand festzuhalten, können Sie den Spielstandsbogen verwenden, der weiter unten heruntergeladen werden kann. Sie können natürlich auch ein freies Blatt verwenden.

Um zu sehen, wie man diese Tabelle ausfüllt, siehe Abbildung 10 mit einem Beispiel für 12 Spieler.

Abbildung 10

XI. SPIELVARIANTEN

  • Für Anfänger : Mit allen Jokern
  • Für erfahrene Spieler: Mit 8 Jokern (jeweils 2 Joker jeder Jokerart)
  • Für fortgeschrittene Spieler: Mit 4 Jokern (jeweils 1 Joker jeder Jokerart).